So funktioniert das Schiffsradar

Ein Schiffsradar im Browser hat mit dem Radar auf der Brücke wenig zu tun: die Positionen stammen nicht von Radarwellen, sondern von den Schiffen selbst. Diese Seite erklärt das AIS-System, die Genauigkeit der Daten und die wichtigsten Begriffe.

Live-Schiffsradar

Tausende Schiffe weltweit, in Echtzeit aktualisiert.

AIS: die Technik hinter der Karte

Seit 2004 sind AIS-Transponder für Passagierschiffe und für Frachtschiffe ab 300 BRZ auf internationaler Fahrt vorgeschrieben. Der Transponder sendet laufend Identität und GPS-Position. Küstenstationen empfangen die Signale in etwa 15–20 Seemeilen Umkreis; darüber hinaus übernimmt Satelliten-AIS mit längeren Aktualisierungsintervallen.

Kurs, Tiefgang, ETA: die Angaben richtig lesen

Der Kurs ist die Bewegungsrichtung in Grad, die Geschwindigkeit wird in Knoten angegeben (ein Knoten = 1,852 km/h). Der Tiefgang zeigt, wie tief der Rumpf im Wasser liegt: ein beladener Tanker liegt deutlich tiefer als ein leerer. Ziel und Ankunftszeit (ETA) trägt die Besatzung ein; sie stimmen meist, sind aber nicht garantiert.

Wofür wird Schiffsverfolgung genutzt?

Reedereien und Häfen planen damit Anläufe, Schiffsspotter prüfen, welche Schiffe an ihrer Küste vorbeikommen, Reisende verfolgen das Kreuzfahrtschiff von Angehörigen. Und wer auf eine Lieferung per Seefracht wartet, sieht realistisch, wann das Schiff ankommt.

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